
Bei schönem Wetter wurde aus dem ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in Siegen wieder ein Event mit erstaunlicher Anziehungskraft. Ich kam also nicht um eine Erkundungstour herum, die mich zunächst in die Oberstadt zum Kornmarkt führte. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg musste ich leicht erbost feststellen, dass es dort oben nichts weiter gab als einen Textilmarkt, wo Stoffe meterweise von der Rolle gekauft werden konnten. Ich habe keine Ahnung wozu man so etwas braucht, dennoch tummelten sich auch dort Menschenmassen.

In der Unterstadt vorm Apollo-Theater stehen noch bis zum 2. Mai die zum Theaterfest Biennale gehörenden Zelte. Gegenüber auf der Siegplatte gab es japanische Autos und eine Friseurshow begeleitet von lauten Techno-Klängen. In der ersten Reihe wurden zwei kleine Kinder frisiert, die waren schon den Tränen nahe obwohl sie ihre neue Frisur noch garnicht gesehen hatten. Gleich daneben präsentierte sich die AWO, die nun „Essen auf Rädern“ umbenannt hat in „AWO-Catering“. Klasse. Ich habe gleich einen Mittagessen-Liefervertrag für die nächsten 50 Jahre unterschrieben.

Am Bahnhof vorm Sieg-Carré gab es die aktuellen Opel-Modelle zu sehen – wer weiß wie lange es die Marke noch gibt.

Neben dem Eingang zur City Galerie konnte man ebenfalls Autos bewundern. Die hatte das Abwracken allerdings bereits hinter sich.

In der Bahnhofstraße versuchten Siegener Zeitung und ähnliche Blätter ihre Abos an den Mann zu bringen, daneben quälte eine Krankenkasse ein paar Opfer auf Laufbändern während die meisten anderen es vorzogen nur zuzuschauen und dabei große Mengen asiatischen Fast-Foods zu verzehren. Die Mülleimer waren diesem Müllaufkommen allerdings nicht gewachsen.





